Alles dabei, was ein Oktoberfest braucht
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Ein zünftiges Oktoberfest feierten am Samstag zum vierten Mal die Jüchsener in ihrem Kulturhaus. Gastgeber war der Sportverein. Bei Bier und Weißwürsten, Bierzeltmusik und Partyspielen kam echte Wiesn Stimmung auf.

Grabfeld-Jüchsen – Die Welt feiert Wiesn. Was einst durch eine königliche Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Oktober 1810 ins Leben gerufen wurde, hat sich mittlerweile als Oktoberfest auf nahezu allen Kontinenten verbreitet. Einer der Vorreiter in hiesigen Gefilden ist Jüchsen. Hier hat sich das Oktoberfest des Sportvereins als feste Größe im örtlichen Partykalender etabliert. Und so zog es am Wochenende wieder Jung und Alt in Trachtenkluft ins Kulturhaus, wo lustige Spiele, deftig-bayerische Kost und zünftige Klänge der Hexenberger für perfektes Wiesn-Feeling sorgten.

O’zapft is: Nach nur zwei Schlägen von der CDU-Landtagsabgeordneten Kristin Floßmann konnte der traditionelle Schlachtruf des Münchner Volksfestes auch in Jüchsen erklingen und das, obwohl es eine Premiere für die Landespolitikerin war. „Ihr wurde diesmal die Ehre des Bierfassanstichs zuteil, weil sie sich für die Belange des Vereins einsetzt und uns seit Jahren unterstützt“, erklärte Vereinsvorsitzender Christian Schmidt. Seinen Worten zufolge wählen die Organisatoren für den Anstich immer Menschen aus, die dem Dorf und dem Verein nahestehen. „So übernahm zur Oktoberfest-Premiere vor vier Jahren Ortsbürgermeisterin Beate Heßler die Aufgabe, im Jahr zwei Pfarrer Florian Freiberg und 2018 unser Arzt Dr. Christian Thorwarth“, erzählte Christian Schmidt.

Nachdem nun das Bier floss, sorgten Partyspiele für Stimmung im voll besetzen Haus. Ein Novum: der Biergalgen. Hier mussten die Spieler mit viel Geschick und mit Hilfe eines Gestells ihre Maß leeren. Laut Christian Schmidt suchen die Organisatoren übers ganze Jahr nach neuen Spielen für das Oktoberfest. Inspiriert werden sie dabei zum Beispiel von den sozialen Medien. Hier entdeckten sie auch das Biergalgenspiel, für das Herbert Teuschler, der Opa des Sportvereinsvorsitzenden, die Utensilien zimmern durfte. Weiter ging es dann mit einem Quiz rund um die Wiesn und mit einem Wettstreit ums Bierglasleeren. Für die Organisatoren vom Sportverein beginnt nun direkt die Vorbereitung fürs fünfte Jüchsener Oktoberfest 2020, war von Christian Schmidt zu erfahren. Hierfür sollen auf jeden Fall wieder die Hexenberger unter Vertrag genommen werden.

Der Vereinschef ist begeistert vom Erfolg dieser Veranstaltung. Ins Leben gerufen wurde sie, weil man Alternativen zu den klassischen Sportfesten in Jüchsen suchte. Und da die Wiesn von allen gemocht und Jüchsen dazu noch ein verkleidungsfreudiges Volk ist, kam der Verein auf die Idee, in Trachten und im Wiesn-Style zu feiern und traf damit den Nerv der Menschen und der Zeit. „Deshalb wird das Oktoberfest auch in Zukunft eine feste Größe in unserem Vereinsleben sein“, so Christian Schmidt abschließend.

Quelle: Meininger Tageblatt; Urheber: Daniela Rust

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