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04.11.2011, 00:00 Uhr | Freies Wort - Ressort Hildburghausen Lokal - Von Waltraud Nagel Übersicht | Drucken
Nach der Wahl ist vor der Wahl

Holger Obst ist der neue 1. Beigeordnete des Bürgermeisters der Stadt Hildburghausen. Der CDU-Stadtrat setzte sich am Mittwochabend gegen Mitbewerber Norbert Weichler (Freien Wähler) mit 14 zu zehn Stimmen durch


Hildburghausen - Die Wahl zwischen zwei Kandidaten hatten die Hildburghäuser Stadträte, als es darum ging, den ersten Stellvertreter des Bürgermeisters zu wählen. Nach dem Rückzug von Siegfried Naujoks (SPD) aus der Kommunalpolitik war das Amt des 1. Beigeordneten seit 1. Oktober nicht besetzt. Die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Brigitte Wütscher, schlug - wie bereits angekündigt - Holger Obst für die ehrenamtliche Aufgabe vor.

Er habe als zweiter Beigeordneter bereits Erfahrungen für dieses Amt sammeln können, so Wütscher. Entgegen früheren Aussagen hatten sich auch die Freien Wähler noch kurzfristig entschlossen, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Fraktionschef Frank-Michael Czapla brachte Norbert Weichler auf die Kandidatenliste. Er habe sich seit vielen Jahren als Ortsteilbürgermeister bewährt und in der vergangenen Legislaturperiode auch bereits als zweiter Beigeordneter fünf Jahre Erfahrungen sammeln können. In geheimer Wahl gaben die 24 Stadträte und der Bürgermeister ihre Stimme ab. 14 votierten für Holger Obst, zehn für Norbert Weichler.

Auf die Frage von Bürgermeister Steffen Harzer, ob Obst die Wahl annehme, erklärte der CDU-Stadtrat zunächst, er trete als zweiter Beigeordneter zurück, und dann: "Ich nehme die Wahl an."

Gratulationen gab es unmittelbar im Anschluss nicht nur von Bürgermeister Harzer und Brigitte Wütscher. Auch Mathias Günther, Fraktionschef der Linken, erklärte ausdrücklich: "Unsere Fraktion hat diesen Vorschlag geschlossen mitgetragen. Wir gratulieren zur Wahl."

Nach der Wahl ist aber diesmal zugleich unmittelbar vor der Wahl. Denn nun ist das Amt des 2. Beigeordneten vakant, so dass wahrscheinlich in der nächsten Stadtratssitzung wiederum eine Beigeordneten-Wahl auf der Tagesordnung steht. Die Fraktion der Linkspartei hat für diesen Fall jedoch schon einen Beschlussantrag vorbereitet, das Amt des zweiten Beigeordneten bis zum Ende der Wahlperiode einzusparen. Die Resonanz aus den anderen Fraktionen darauf war bisher gering. Die meisten meinten, ein zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters sei weiterhin nötig. Die Linke will trotzdem an ihrem Beschlussantrag festhalten, erklärte Mathias Günther gestern auf Nachfrage.



aktualisiert von Holger Nehls, 06.11.2011, 19:02 Uhr

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